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geschichte

Die Schweizer Militär- und Blasmusik verdankt ihren Nachwuchs seit jeher der Eigeninitiative. Zur Nachwuchssicherung gründeten die Milizmusikkorps der kantonalen Truppen bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts Kadetten- und Knabenmusiken, so auch im Kanton Bern. Die Blasmusik hat seit jeher der Nachwuchsförderung grösste Aufmerksamkeit geschenkt und der Jugend Instrumentalunterricht offeriert. Um die Attraktivität für die Jugend zu steigern und das gemeinsame Musizieren zu fördern, wurden Jugendmusikensembles gegründet. Vor dem landesweiten Aufkommen von öffentlich-rechtlichen Musikschulen waren die Blas- bzw. die Jugendmusiken in vielen Kommunen die einzigen Institutionen, welche ausserhalb des obligatorischen Schulunterrichtes Kindern und Jugendlichen eine Musikausbildung ermöglicht haben.

Sechs Jugendmusiken gründeten im September 1956 den Verband Bernischer Knabenmusiken, seit 1970 Verband Bernischer Jugendmusiken VBJ. Die Existenz eines selbständigen Verbandes stärkte damals die Jugendmusikbewegung im Kanton Bern und löste in allen Kantonsgebieten Neugründungen aus.

Bereits in den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts fanden Jugendmusiktreffen statt. 1960 hat der Verband, als schweizerisches Novum, zur Ausbildungsunterstützung erstmals Wettspiele für Bläserensembles und Tambourengruppen durchgeführt. Neu in der Schweiz war auch die Idee, Kinder und Jugendliche während einer Intensivwoche musikalisch weiterzubilden und zum gemeinsamen Musizieren zusammenzuführen. Auf Initiative von Musikhistoriker Dr. Walter Biber hat der Verband 1963 zur ersten Jungbläserwoche auf Schloss Münchenwiler eingeladen. Aus diesen Bläserwochen ist 1990 das Jugendblasorchester VBJ hervorgegangen. Seit der Verbandsgründung gehören Workshops und Weiterbildungsanlässe für Erwachsene in das Kursangebot des VBJ.

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